Bericht des Präsidiums der Synode

Präses Irmgard Schwaetzer

Liebe Schwestern und Brüder,

gestern haben wir uns gemeinsam auf den Weg in diese 12. Synode der EKD gemacht. Synodenerfahrene und Neue, Hauptamtliche und Ehrenamtliche, Ordinierte und Laien, Gewählte und Berufene, Frauen und Männer. Gemeinsam ist uns, dass wir bis 2021 die 12. Synode der EKD bilden. Einige von uns waren schon Mitglieder der 11. Synode oder sind noch länger dabei. Andere sind neu gewählt. Vor uns liegen sechs hoffentlich spannende und schöne Jahre, in denen wir als Synode Erfahrungen von Gemeinschaft machen, aber auch um Gemeinsamkeiten und die künftige Gestalt unserer Kirche ringen werden. Am Anfang gibt es zunächst wohl noch einige Fragen. Deshalb möchte das alte Präsidium Ihnen aus der Erfahrung der 11. Synode Überlegungen mitgeben, die es neu zu bedenken gilt. Und Sie machen es dann, wie der Apostel Paulus der Gemeinde in Thessaloniki in seinen Ermahnungen am Schluss seines ersten Briefes (1. Thess. 16-21) vorgeschlagen hat:

"Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet."

Da ist alles drin, was die Arbeit einer Synode ausmacht. Und es macht uns klar: Synode, das ist Gemeinde auf Zeit. Wenn wir zusammenkommen, um Kirche zu leiten, zu singen und zu beten, zu beraten und zu beschließen, und Gottes Reich in Erinnerung zu rufen, dann sind wir zu einem lebendigen Ganzen verbunden für die kommenden sechs Jahre.

So will denn das Präsidium Ihnen drei Bereiche zur Prüfung vorlegen:

  1. Wir rufen in Erinnerung, was uns leitet
  2. Wir schlagen Einiges vor, das wir bedenken können, damit wir noch besser werden
  3. III. Wir skizzieren, was wir bewirken wollen

I. Was uns leitet

Die Grundordnung sagt: "Die Synode hat die Aufgabe, der Erhaltung und dem inneren Wachstum der Evangelischen Kirche in Deutschland zu dienen." Die inhaltlichen Aufgaben der Synode sind sehr unterschiedlich: Zwei Schwerpunkte sind die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschlüssen zu Fragen der Zeit und die Begleitung der Arbeit des Rates durch Richtlinien. Die Synode berät und beschließt den Haushalt und die Kirchengesetze. Sie wählt gemeinsam mit der Kirchenkonferenz den Rat. Da ist Vieles, das uns wie ein Parlament erscheinen lässt, nicht zuletzt dadurch, dass wir debattieren und abstimmen. Aber wir sind nicht wie Regierung und Opposition. Wir entscheiden mehrheitlich, aber der Prozess ist ein anderer. Ganz gleich ob ordiniert oder nicht ordiniert, ob Mann oder Frau, das Priestertum aller Glaubenden macht uns zu einer evangelischen Gemeinschaft von einander Zuhörenden und aufeinander Hörenden, und zwar auf Augenhöhe. Wir streiten über Wege und Sachverhalte, aber am Ende streben wir Einmütigkeit in unseren Entscheidungen an. Wir vertrauen dabei auf den Geist Gottes, der Verständigung bewirkt. Und als Richtlinie und Orientierung dient uns die Schrift. "Prüfet alles, aber das Gute behaltet."

Während der Tagungen der 11. Synode ist häufig vom "Selbstbewusstsein" und der "Identität" der Synode die Rede gewesen. Was aber bedeutet das?

Die Synode leitet zusammen mit dem Rat und der Kirchenkonferenz die Evangelische Kirche in Deutschland. Die 11. Synode hat ihren Teil der gemeinsamen Leitung unserer Kirche angenommen und wahrgenommen. Sie hat Veränderungen in diskussionsreichen und schwierigen Prozessen auf den Weg gebracht, wie z.B. bei der Weiterentwicklung des Verbindungsmodells zwischen UEK, VELKD und EKD, die diese Synode ja auch noch beschäftigen wird. Die Leuenberger Kirchengemeinschaft war dabei das Leitbild auf dem Weg zu der einen Kirche Jesu Christi.

Die Synode ist sich ihrer inhaltlichen Gestaltungsmöglichkeiten bewusst geworden. In ihren Kundgebungen, sei es zum Reformationsjubiläum 2017, zur Mission, zu evangelischer Bildung, zur Welternährung oder dem Ehrenamt hat sich die Synode als Erzählgemeinschaft dessen, was evangelische Christen heute trägt, bewährt. Kundgebungen und Beschlüsse sind an die Öffentlichkeit gewandt und damit Stimme der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dazu haben fast 150 Beschlüsse zu aktuellen Themen einen wesentlichen Beitrag zur innerkirchlichen und öffentlichen Diskussion geleistet. Jeder Beschluss ist auf die Expertise der Synodalen und von Fachleuten angewiesen und wenn er Gewicht haben soll, muss die große Mehrheit der Synodalen ihn tragen. Wenn die Synode sich in einem Beschluss äußert, dann vertritt sie die über 23 Millionen Mitglieder der EKD. Und sie ist natürlich darauf angewiesen, dass das Präsidium, der Rat und die Leitenden Geistlichen diese Wegweisung der Synode weitertragen und sie in Veranstaltungen und geistlichen Worten öffentlich sichtbar machen.

Die 11. Synode hat eine veränderte Form synodalen Arbeitens in den Ausschüssen auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit den Vorsitzenden der Ausschüsse ist es gelungen, Themen zu bündeln, Aspekte zusammenzufassen und mögliche Anträge aus den Ausschüssen frühzeitig zu besprechen, sodass die zu fassenden Beschlüsse fokussiert geblieben sind. Auf den Ablauf der Synodaltagungen hat sich diese thematische Konzentration segensreich ausgewirkt, und wir danken all denen, die dazu beigetragen haben.

Die synodalen Arbeitsgruppen sind ein wichtiger Ort innerhalb der Synode zum Meinungsaustausch und zur Gemeinschaftsbildung. Sie sind als Foren zur vertraulichen, geschützten Kommunikation nicht ersetzbar. Im Tagungsplenum ist eine so differenzierte, oft langwierige Meinungsbildung, schwieriger. Die Gruppen als Foren dienen dem Austausch, der Unterscheidung von Sachverhalten und Einschätzungen und damit der Vorbereitung guter Entscheidungen. Die 11. Synode hat allerdings auch erlebt, dass sich die synodalen Arbeitsgruppen in ihrer Funktion geändert haben. Sie sind eben keine Fraktionen eines Parlaments. Dies wurde besonders bei den Wahlen zum Rat 2009 deutlich. Ratswahlen stehen auch in diesem Jahr wieder an. In gemeinsamer Verantwortung werden Ratswahlausschuss, Kirchenkonferenz und Synode ihren Anteil zu einer gelingenden Wahl beitragen müssen. Die synodalen Arbeitsgruppen werden dabei ihre Rolle finden müssen.

II. Was wir bedenken können, damit wir noch besser werden

Es sind neue Themen aufgetaucht, die in der gegenwärtigen Struktur der Ausschüsse nur schlecht eingeordnet werden können. Da ist vor allem die Auswertung der V. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung. Sie wirft Fragen der Mission, der Attraktivität der Kirche für ihre eigenen Mitglieder und des innerkirchlichen Agendasettings auf. Auch bei intensivem Nachdenken wird der gegenwärtige Zuschnitt der Ausschüsse zur Behandlung dieser Fragen nicht geeignet sein. Das Präsidium hat in seiner Abfrage nach Ihren Interessen ja einen neuen Ausschuss ins Gespräch gebracht. 76 Synodale haben angegeben, dass sie sich eine Mitarbeit in einem Ausschuss vorstellen können, der sich mit Fragen der innerkirchlichen Entwicklung - und das gilt vor allem für die Zeit nach 2017 - befasst.

Ein weiteres neues Thema ist das Schwerpunktthema der letzten Tagung der 11. Synode "Die Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft", das sicher in der Ausschussarbeit seinen Platz finden muss.

Niemand wird die Bedeutung von Fragen der Umwelt und der nachhaltigen Entwicklung oder die Wichtigkeit europäischer Entscheidungen für unsere Arbeit bezweifeln. Für manche Ausschüsse hat sich allerdings nur eine geringe Zahl von Synodalen angemeldet, sodass eine Erweiterung des Themenspektrums dieser Ausschüsse oder eine Angliederung an einen anderen Themenbereich erwogen werden sollte.

Seit längerem bittet der Rechtsausschuss darum, die Gesetzgebungsverfahren so zu gestalten, dass eine sinnvolle und gründliche Beratung der Vorlagen im Ausschuss und vor den jeweiligen Synodaltagungen möglich wird. Das wirft die Frage von Ausschusstagungen zwischen den Synodaltagungen auf, aber auch die Frage des zeitlichen Ablaufs der Gesetzgebungsarbeit. Hinzu kommt die Notwendigkeit, frühzeitig die Gliedkirchen einzubeziehen.

Das Präsidium schlägt Ihnen deshalb vor, nur die drei Ausschüsse einzusetzen, die die Synode unabweisbar im gegenwärtigen Zuschnitt braucht: den Ausschuss für Schrift und Verkündigung, den Rechts- und den Haushaltsausschuss. Die beiden letztgenannten müssen auch schon vor der nächsten Synodentagung arbeiten. Die anderen in der Geschäftsordnung genannten Ausschüsse treten zusammen und bestimmen zwei Synodale, die in einer Arbeitsgruppe mit dem neuen Präsidium und den Vorsitzenden der bereits eingesetzten Ausschüsse für die Herbsttagung in Bremen einen Vorschlag für den Zuschnitt der Ausschüsse erarbeiten und der Synode zur Entscheidung vorlegen soll. Wie wir hier in Würzburg verfahren wollen, sollten Sie in den synodalen Arbeitsgruppen besprechen, damit der Nominierungsausschuss, der ja die Vorschläge für die Zusammensetzung der Ausschüsse macht, Ihre Vorstellungen kennt.

Offen sind auch noch die Vorschläge aus der Steuerungsgruppe zum Verbindungsmodell zur Intensivierung der inhaltlichen Arbeit der Synode, Thementage durchzuführen und auch zwischen den jährlichen Synodentagungen in den Ausschüssen Themen vorzubereiten - die moderne Kommunikation liefert dazu ausgezeichnete Möglichkeiten.

III. Was wir bewirken wollen

Aus den möglichen Herausforderungen der kommenden Jahre möchten wir sechs kurz skizzieren.

1. Reformationsjubiläum 2017

Die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017 bilden den Schwerpunkt der Arbeit der EKD für das Jahr 2015. Auf der Tagung 2012 in Timmendorfer Strand hatte sich die 11. Synode bereits mit dem anstehenden Jubiläum 2017 unter dem Schwerpunktthema "Am Anfang war das Wort - Perspektiven für das Reformationsjubiläum" beschäftigt. Das damalige Lesebuch zum Schwerpunktthema ist ein Bestseller geworden. Durch die Befassung der Synode ist es gelungen, die Überlegungen für 2017 auf eine breite Basis zu stellen, quer durch alle Landeskirchen und jenseits der Frage nach Ehrenamt und Hauptamt. Das Präsidium wird Ihnen auf dieser konstituierenden Tagung vorschlagen, das Reformationsjubiläum unter dem Titel "Christlicher Glaube in offener Gesellschaft" noch einmal zum Schwerpunkthema der Herbstsynode in Bremen zu machen, um das Engagement für 2017 weiter zu befördern. Sehr konkrete Formen nimmt inzwischen die internationale Perspektive im "Europäischen Stationenweg" an. 18 Länder beteiligen sich mit ihrer regionalen Reformationsgeschichte an diesem Weg. Die ökumenische Perspektive zeigt sich in zwei fest verabredeten Projekten: einer gemeinsamen Pilgerreise von Mitgliedern des Rates der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz im Herbst 2016 nach Israel und in Versöhnungsgottesdiensten im Geist der "healing-of-memories-Reflexion", die in der Passionszeit 2017 ökumenisch mit einer gemeinsamen Liturgie gefeiert werden sollen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie im Laufe der Synode.

2. Anwaltschaftliches Handeln

Als zweite Herausforderung möchten wir ein Anliegen benennen, das im Leben der Synode kontinuierlich besonders beachtet wird: es ist die Verpflichtung zu anwaltschaftlichem Handeln. Gemeint ist nicht juristisches sondern ethisches Handeln. So werden ungerechte Verhältnisse klar benannt und der Politik Veränderung nahegelegt. Hierzu gehören die Kirchenasyle, der Umgang mit Flüchtlingen und das Eintreten für die Schwachen, Wehrlosen, Stimmlosen in der Gesellschaft. Alle Fragen der Inklusion treten dabei immer stärker in den Vordergrund. Die Erfahrungen der 11. Synode zeigen, dass unser anwaltschaftliches Handeln Gehör und Resonanz findet. In der Verpflichtung dazu dürfen wir als Synode in den kommenden Jahren nicht nachlassen und müssen wachsam, aktiv und vernehmbar bleiben.

3. Mission - die KMU V

Die V. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, die im März 2014 veröffentlicht wurde, konfrontiert uns mit der zurückgehenden religiösen Sozialisation evangelischer Christen und drängt uns dazu, Ursachen und Wirkung intensiver zu beleuchten. Religiöse Praktiken, Traditionen und Grundkenntnisse werden immer seltener in den Familien vermittelt. Evangelische Kindergärten und Schulen, Konfirmationsunterricht und Religionsunterricht - sie nehmen schon heute ein wichtiges Stück evangelischer Bildungsarbeit wahr. Aber was können sie im Zusammenhang zurückgehender religiöser Sozialisation in den Familien leisten?

Es stellt sich die Frage, auch nach den Reformanstrengungen der letzten Jahre, welche Initiativen und Anstrengungen die Kirche wieder attraktiver erscheinen lassen. Dabei muss vor allem vom Ziel her gedacht werden: Welche Botschaft und welche Angebote brauchen Menschen, damit sie die notwendige Stärkung ihres Glaubens erfahren, sich in unseren Gottesdiensten aufgehoben fühlen und Antworten auf ihre Lebensfragen in unserer Kirche finden?

Als Synode wollen wir uns aber auch den strukturellen Fragen stellen. Hier muss anhand der Milieustudien gefragt werden, wie wir unterschiedlich sozialisierte Menschen entsprechend ihrer Prägung besser erreichen können. Familien in schwierigen Verhältnissen sind relativ selten in den aktiven Gemeinden anzutreffen. Hier liegt gewiss eine wichtige Aufgabe für die Synodalen, die, aus den Gemeinden und Kirchenkreisen kommend, dazu beitragen können, dass Gemeinden offen, einladend und nachgehend agieren.

Die Zukunft der evangelischen Kirche nach 2017 mit den Prognosen zur Mitgliederentwicklung und zur Entwicklung der Einnahmen steht auf der Agenda der Synode, denn diese Zukunft beginnt während unserer Amtszeit.

4. Interreligiöser Dialog

Die Gesellschaft in Deutschland ist in den letzten Jahren durch Zuwanderung und Flüchtlingsnot vielfältiger geworden, auch religiös. Damit einher geht eine offensichtliche Zunahme von Ausgrenzung, Angst und Fremdenfeindlichkeit. Für Christen gilt das Leitbild einer offenen Gesellschaft, für das auch die Synode vielfältig eintritt und wirbt. Zugleich scheint eine stärkere Vergewisserung unserer christlichen Identität immer wichtiger zu werden, um bewusster mit Menschen anderer Religion umgehen zu können. Stärker diskutiert wird auch die Frage, ob und welche Gewaltpotentiale Religionen bergen und wie die friedensfördernde Kraft von Religionen gestärkt werden kann.

Das beste Mittel gegen Angst ist Wissen und Aufklärung. Das ist auch mit seinen Implikationen für Bildungsfragen ein synodales Thema. Auch diese Synode muss Wege finden, den Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen zu führen, das Wissen übereinander zu fördern und damit Vertrauen und friedliches Zusammenleben aufzubauen.

5. Geschlechtergerechtigkeit

Bei der Tagung in Dresden im vergangenen Jahr haben wir an das 25-jährige Jubiläum der Beschlüsse von Bad Krozingen zur "Gemeinschaft von Frauen und Männern in der Kirche" erinnert. Damals hat die Synode einen wegweisenden Beschluss zu Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in der evangelischen Kirche gefasst. Gefordert wurde damals für alle kirchlichen Gremien "ein Anteil von mindestens 40% Frauen als Zielvorgabe, die in zehn Jahren erreicht werden sollte". In einem angemessenen zeitlichen Rahmen sei darüber hinaus eine paritätische Besetzung der Leitungs- und Beratungsgremien der EKD anzustreben. Wir sind als Synode engagiert einen weiten Weg hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit gegangen. Der von der Synode beauftragte Geschlechteratlas zeigt eindrücklich, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, und dass Genderfragen daher ein wichtiges Thema für die Synode bleiben werden.

6. Verbindungsmodell

Die verbundenen Synodaltagungen der Synode der EKD, der Vollkonferenz der UEK und der Generalsynode der VELKD haben 2013 eine Steuerungsgruppe zur Weiterentwicklung des Verbindungsmodells eingesetzt. Auf Basis der Beschlüsse der Synode 2014 ist mittlerweile ein Projektplan verabschiedet worden, der einen gemeinsamen Team- und Organisationsentwicklungsprozess im Kirchenamt in Hannover einleitet. Der weitere Ablauf des Projektes erstreckt sich in drei Phasen auf einen Zeitraum bis zum Frühjahr 2016. Auf den Weg gebracht ist bereits ein Antrag auf Änderung der Grundordnung, in der nach gemeinsamer Übereinkunft das Kirchesein der EKD im Sinne der Leuenberger Konkordie beschrieben werden soll. Bis zum Sommer 2015 werden exemplarisch Arbeitsprozesse im Kirchenamt untersucht, die auf Veränderungspotential im Sinne einer vertieften und verdichteten Gemeinschaft hin analysiert werden. Zur Tagung der Synode im November 2015 in Bremen werden auf Basis dieser Untersuchungen Handlungsempfehlungen vorgelegt. 2016 soll eine Beschlussfassung über die Zukunft des Verbindungsmodells erfolgen.

Liebe Schwestern und Brüder,

unsere synodalen Bemühungen sind kein Selbstzweck zur Institutionserhaltung. Die Kirche ist ein Werkzeug des Willens Gottes mit seiner Welt. Unser Tun und unser Tagen sind Antwortversuche auf Gottes Ruf. Weil Gott uns gerufen hat, sind wir hier. Mit den Worten Kurt Rommels:

"Du hast uns, Herr, gerufen, und darum sind wir hier.
Wir sind jetzt deine Gäste und danken dir.
Du legst uns deine Worte und deine Taten vor.
Herr, öffne unsre Herzen und unser Ohr.
Herr, sammle die Gedanken und schick uns deinen Geist,
der uns das Hören lehrt und dir folgen heißt."
Das Präsidium der 11. Synode der EKD

Dr. Irmgard Schwaetzer
Dr. Günther Beckstein
Klaus Eberl
Andreas Lange
Dr. Viva-Katharina Volkmann
Elke König
Elisabeth Berner