Oberrechnungsamt der EKD

Ziele und Grundsätze der Rechnungsprüfung

Geldscheine und Münzen

Neben der Prüfung des Rechnungswesens umfasst die Rechnungsprüfung bei kirchlichen Körperschaften, Diensten und Werken die Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit ihrer gesamten Haushalts- und Wirtschaftsführung.
Das Hauptziel der Rechnungsprüfung ist die Unterstützung der kirchenleitenden Organe und Personen bei der Wahrnehmung ihrer Aufsichts-, Steuerungs- und Finanzverantwortung.

Konkret soll die Prüfungstätigkeit:

  • die zuständigen Gremien (insbesondere die Synoden) bei der Wahrnehmung ihres Budgetrechts und der Vorbereitung von Entlastungsentscheidungen unterstützen,
  • die Rechtmäßigkeit der kirchlichen Aufgabenerfüllung sichern,
  • wirtschaftliches Denken und die Leistungsfähigkeit der kirchlichen Verwaltung fördern,
  • ggfs. Ursachen und Folgen von Mängeln aufzeigen sowie Verbesserungsvorschläge machen.

Die Prüfungen erfolgen unter risikoorientierten Aspekten und der Nutzung überregionalen Fachwissens. Im Bedarfsfall werden die Prüfungen landeskirchenübergreifend, im Team und unter Hinzuziehung von externen Sachverständigen durchgeführt.

Neben der klassischen Prüfungstätigkeit kommt der Beratung der geprüften Körperschaften und Einrichtungen, der Ausarbeitung von gutachterlichen Stellungnahme und der fachlichen Begleitung von besonderen Maßnahmen und Projekten eine zunehmende Bedeutung zu. Insoweit verändert sich die Rolle der Rechnungsprüfung in Richtung einer zwar unabhängigen aber dennoch kundenorientierten Dienstleistung.

Zugleich wirkt die Rechnungsprüfung im Außenverhältnis vertrauensbildend hinsichtlich des korrekten und verantwortungsvollen Umgangs mit kirchlichen Mitteln.